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Luftrettung

Rettung aus der Luft



Mehr als eine Million Flüge seit 1970 
 

Am 1. November 1970 beginnt die Geschichte der Luftrettung in Deutschland. In München Harlaching ist der älteste Standpunkt eines ständig einsatzbereiten Rettungshubschraubers.

"Christoph 1" taufte der ADAC den ersten zivilen Helikopter, der dort vor allem für Rettungsflüge eingesetzt wurde. Heute sind die "Gelben Engel" an mittlerweile 21 Stützpunkten in Deutschland mit insgesamt 33 Rettungs- und Intensivtransporthubschraubern stationiert. Mehr als eine Million Flüge haben die Retter aus der Luft seit Ihrer Gründung hinter sich gebracht.

Schnelle Hilfe per Helikopter
Deutschland verfügt über das weltweit dichteste Luftrettungsnetz. Die ADAC-Teams haben in der Regel einen Einsatzradius von 50 Kilometern. Die Helikopter sind normalerweise an einem Krankenhaus stationiert. Neben dem Piloten ist immer ein Notarzt und ein Rettungsassistent an Bord. Kommt ein Notruf von der nächst gelegenen Rettungsleitstelle sind die "gelben Engel" innerhalb von zwei Minuten in der Luft. Ein wesentlicher Vorteil des Hubschraubers: Er bringt das Rettungsteam auf schnellstem Wege zur Unfallstelle. Mit etwa 240 Kilometer pro Stunde Fluggeschwindigkeit erreicht er das Ziel oft in Minuten.

Entscheidende Minuten  

In Notfällen kann diese Zeitersparnis über Leben und Tod entscheiden. Unabhängig von Verkehr oder Witterungsverhältnissen, erreicht der Rettungshubschrauber sicher sein Ziel. Das macht ihn gegenüber anderen Rettungsmitteln überlegen. Lediglich bei Nebel oder in der Nacht werden in der Regel keine Einsätze geflogen, um die Sicherheit des eigenen Personals zu garantieren. Die neuen Maschinen bieten aber noch einen weiteren Vorteil: Durch eine besondere Konstruktion konnte auf den Heckrotor verzichtet werden, dadurch verläuft der Flug besonders vibrationsarm und ruhig. Die Behandlung der Patienten in der Luft wird so erleichtert und das Transportrisiko minimiert.

Notfallbehandlung an Bord
Der Hubschrauber ist mit allem ausgerüstet was der Notarzt an Bord für eine Notfallbehandlung braucht. Er kann zwei Patienten gleichzeitig transportieren, wird aber auch oft zum Transport von Blutkonserven, Medikamenten, Organen oder auch für medizinisches Gerät eingesetzt. Außerdem helfen die "gelben Engel" bei der Suche nach Vermissten, zum Beispiel über der See oder im Gebirge. Je nach Anforderungsprofil sind die Hubschrauber etwas anders ausgerüstet. Für das unwegsame Gelände rund um München gehört zum Beispiel eine spezielle Seilwinde zur Ausstattung, im Küstenbereich hat der dort stationierte Christoph 26 eine Rettungsinsel an Bord.

Perfekte Logistik
Um Schnelligkeit bei Notfällen zu garantieren, bedarf es wichtiger Voraussetzungen. Ganz wichtig: eine streng organisierte Rettungskette, damit vom Anruf eines Passanten oder Angehörigen bis zum Einsatz des Hubschraubers nicht zu viel Zeit verstreicht. Schon am Telefon muss entschieden werden, ob der Rettungshubschrauber tatsächlich das erste Mittel der Wahl ist. Denn manchmal ist ein Krankenwagen sogar schneller da.

Die Zusammenarbeit zwischen den Rettern aus der Luft, der Straße und im Krankenhaus ist bei der Planung sehr wichtig. Information und Kommunikation ist deswegen das A und O in einer Rettungszentrale.

Das können Sie tun
Eine detaillierte Beschreibung des Unfalls ist sehr wichtig. Je genauer die Situation von Anfang an beschrieben wird, desto besser kann die Leitzentrale das Geschehen vor Ort einschätzen und demnach auch die beste Entscheidung treffen.

Was ist genau passiert?

Wo liegt der Patient?

In welchem Zustand ist er?

Wer zahlt den Hubschraubereinsatz? 
Die Notfallversorgung durch einen Arzt und auch den Transport des Patienten in eine Klinik zahlen die Krankenkassen unabhängig davon, ob diese Leistung mit einem Hubschrauber oder einem Krankenwagen erbracht wird.

 

Quelle: ZDF Medizin & Gesundheit

Montag, 19. November 2018

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