Retten-Löschen-Bergen-Schützen

 

Alarmierung:            Sonntag 28.09.2014 um 08:48 Uhr

 

Einsatzende:            16:30 Uhr

 

Stichwort:                  Schiff_Leck Schiff droht zu sinken

                                  

Einsatzort:                Eurohafen Haren (Ems), Ortsteil Emmeln

 

Am Sonntagmorgen, gegen 08:48 wurden die Taucher der Feuerwehr Haren (Ems) über Funkmeldeempfänger zu einem Einsatz in den Ortsteil Emmeln gerufen. Ein besorgter Mitbürger alarmierte die Feuerwehr, da er beobachtet hatte, wie eines der im Eurohafen liegenden Binnenschiffe im Heckbereich kontinuierlich absank.

Nach der Alarmierung rüsteten sich die Taucher mit Neoprenanzügen aus und besetzten den Gerätewagen Wasserrettung und fuhren zur Einsatzstelle. Zeitgleich wurde von den Bootsführern alles vorbereitet, um das Feuerwehrboot zu Wasser zu lassen. Schon beim Eintreffen an der Einsatzstelle wurde klar, dass schnell gehandelt werden musste. Das Binnenschiff war voll beladen und es war bereits eine Menge Wasser in den Maschinenraum eingedrungen, wodurch sich das Heck des Schiffes gefährlich absank. Auch der gesamte hintere Decksbereich des Schiffes war schon knöcheltief mit Wasser vollgelaufen. 

Während die Besatzungen der Löschfahrzeuge damit beschäftigt waren Pumpen in Stellung zu bringen und eine Schlauchleitung über die Drehleiter aufzubauen, wurde vom Feuerwehrboot aus eine Ölsperre um den Havaristen gelegt.

Der Taucheinsatzleiter entschied in Absprache mit der Einsatzleitung Erkundungstauchgänge an dem sinkenden Schiff durchzuführen, um die Leckage am Schiff zu lokalisieren. Ausgerüstet mit einer Sprechverbindung und Taucherlampen wurde beim ersten Tauchgang die Backbordseite des Schiffes von einem Taucher begutachtet. Schäden konnten dabei nicht festgestellt werden. Beim zweiten Tauchgang wurde die Steuerbordseite untersucht, an der sich auch die Ansaugöffnung des Motorkühlkreises befand. Mit einem Stofftuch wurde geprüft, ob eine Sogwirkung vorhanden war, aber auch an der Steuerbordseite konnten keine Schäden festgestellt werden. Als letztes wurde von einem Feuerwehrtaucher der Heckbereich des Schiffes kontrolliert, dieser Tauchgang war zeitintensiver, da es mehrere Möglichkeiten gab, wo Schwachstellen auftreten können. Auch hier wurde mit Hilfe des Stofftuches am Propeller und am Ruder des Schiffes geprüft ob von dort aus Wasser in das Schiff eindringt. An der Welle, stellte ein Feuerwehrtaucher dann eine leichte Sogwirkung fest, leider war es den Einsatztauchern nicht möglich diese Stelle abzudichten.

Das eingedrungene Wasser wurde aus dem Schiff gepumpt und anschließend wurde der Havarist von einem zweiten Schiff auf die andere Hafenseite verschleppt um dort entladen zu werden. Um das Leck zu schließen, wurde ein Berufstaucher informiert, um am darauffolgenden Tag das Leck unter Wasser zu verschweißen. Der Einsatz endete für die Feuerwehr Haren gegen 16:30.

 

Eurohafen Haren (Ems) mit der Einmündung in die Ems

 

Abgesunkenes Schiffsheck

  

Ausgelegte Ölsperre

  

Taucher im Wasser (Tauchgang vom Uferbereich)

 

Taucher auf dem Havaristen

 

Tauchgang vom Schiff aus

 

Taucher an der Signalleine

  

Tauchgang an der Steuerbordseite

 

 

 

Weiter Berichte:

 

 

Ems-Vechte Welle

http://www.emsvechtewelle.de/galerie/fotos-schiff-droht-zu-sinken.html

 

EV-1 TV

http://www.ev1.tv/Video/1857622838/?bctid=3810614561001

 

 

Ausgerückte Fahrzeuge:            ELW, GW/AW, Boot, RW, DL 23-12,

                                                           LF 16, TLF 16, TLF 8

 

Feuerwehrtaucher:  5

 

Taucherhilfspersonal:  4

 

Montag, 19. November 2018

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